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31.01.1999

Mobile Wägesysteme
mit Köpfchen Software-Module und Sensoren
steigern die Effizienz


Vor über 20 Jahren ist die Pfreundt GmbH & Co. KG mit Sitz im westfälischen Südlohn in den Markt der mobilen Wägesysteme eingestiegen und hat dort ein einträgliches Betätigungsfeld gefunden. Von Anfang an ist der Betrieb als ausgesprochen kreativ aufgefallen. Diese ausgeprägte Freude an grüblerischer Erkenntnisse ließ nie nach; sie wurde mit respektablen Umsatzzahlen sowie einer Spitzenposition auf der gängigen Marktrangliste belohnt, und sie hat dem mittelständisch strukturierten Unternehmen, das rund 50 Mitarbeiter beschäftigt, den Weg von der Provinz in die ganze Republik (mit Service-Stützpunkten in Dresden, Hamburg, Karlsruhe, Magdeburg, Nürnberg und Schwerin) und über die Grenzen und Ozeane (in mehr als 20 Länder) geebnet.

„Wir sind Systemanbieter“

Wer seinen Genauigkeitshunger stillen will, kommt bei Pfreundt auf seine Kosten. „Wir sind Systemanbieter“, erklärt Geschäftsführer Ludger Wissing. „Wir rüsten Radlader, Absetz- und Abrollkipper, Dumper, Bagger, Stapler, Silos und Förderbänder mit unseren mobilen Wägesystemen aus und haben zudem Plattform-, Industrie- und Laborwaagen im Angebot“.
Das Pfreundt-Team um Geschäftsführer Ludger Wissing tüftelt unermüdlich weiter, gönnt sich - „um den Know how-Vorsprung zu sichern“ - bei der Zusammensetzung und Verfeinerung seiner Produktpalette keine Ruhe. Jüngste Belege dafür: Mehrere neue Baureihen von äußerlich unscheinbaren, dunkelgrauen Wäge-Modulen und -Sensoren, die es aber in sich haben, „weil sie die Effizienz moderner On-board-Waagen nochmals steigern“, sagt Wissing. „Es bleibt dabei, wer mit unseren Systemen wägt, gewinnt“.

BWS-1: Dreidimensionale Messungen

Da wäre der neue Sensor BWS-1 zu nennen. Dieses CAN-Bus-fähige Sensibelchen ist in der Lage, Beschleunigungen und Winkel von Bewegungsabläufen dreidimensional zu erfassen. Auf die Einsatzmöglichkeiten des BWS-1angesprochen, reagiert Geschäftsführer Wissing mit der Bemerkung: „Sie gehen weit über herkömmliche Wägevorgänge hinaus. Zum Beispiel können Bauunternehmen, Transportspezialisten und Gewinnungsbetriebe die Auslastung ihrer Dumper exakt ermitteln, analysieren und aus den dabei gewonnenen Erkenntnissen Optimierungs-Maßnahmen ableiten. Man kann also durchaus eine komplette betriebswirtschaftlichen Transparenz des Fahrzeugs erreichen“.

Genau genommen lässt sich anhand der Wägedaten und der vom Sensor durchgeführten Wegmessungen feststellen, wann man die Fahrzeugmulde gefüllt bzw. ausgekippt hat, wie schwer die Ladung war, welche Strecken mit voller bzw. leerer Mulde zurückgelegt wurden, wie lange das Fahrzeug mit und ohne Last gestanden ist, etceterapepe. „Sogar extreme Beschleunigungsvorgänge, die das Antriebssystem überbelasten und damit schädigen können, lassen sich registrieren und zur Klärung von Garantieansprüchen abrufen“, betont Wissing. „Mit dem BWS-1 tut sich ein weites Anwendungsfeld auf, das wir uns nach und nach erobern wollen“. Voraussetzung dafür ist jedoch immer, dass die vom Sensor ermittelten Daten in der Wäge-Elektronik WK 50 abgespeichert sind und von dort z.B. über Speicherkarte abgerufen und als Excel-Datei verarbeitet werden können.

Für den BWS-1-Einsatz prädestiniert ist auf jeden Fall der Hydraulikbagger; denn der Sensor, der auch unter ruppigsten Bedingungen zuverlässig funktioniert, kann die Bewegungen und damit die exakten Positionen von Ausleger, Stiel und Schaufel ermitteln und - in Verbindung mit einer On-board-Waage - die bewegten Materialmassen automatisch und sehr genau bestimmen. Wissing schwebt zudem vor, den BWS-1 in Hubarbeitsbühnen oder Kranfahrzeugen einzubauen: „Man könnte so Neigungen oder Schrägstellungen ermitteln und diese Daten an die sicherheitsrelevanten Steuerungen der Maschinen weitergeben“.

Datenübermittlung per Funk

Datenberge nicht nur blitzschnell, sondern vor allem drahtlos zwischen der Wäge-Elektronik WK 50 (die in allen mobilen Wägesystemen der Marke Pfreundt als Herzstück heimisch geworden ist) und der Auswertungselektronik hin- und herzuschieben - das ermöglicht das neue Wägemodul. Dieses patentierte System ist vor allem dann von Vorteil, wenn die Verbindung zwischen Wägezelle und der Auswert-Einheit im Fahrerhaus über einen teleskopierbaren Ausleger führt; konventionelle „Datenstrippen“ müssten dann sehr aufwendig verlegt werden. Deshalb empfiehlt sich die Wägezelle insbesondere für Absetzkipper, Lkw-Ladekrane, etc.

Auch diese Wägemodule sind so konstruiert, dass sie knüppelharte Einsatzbedingungen über lange Zeit ohne Ausfallserscheinungen durchhalten. Ihre Energie beziehen sie von wiederaufladbaren Akkus; das heißt: die Wägezellen bzw. -module sind sogenannte „stand-alone“-Komponenten, die man ohne Leitungsanschluss am Fahrzeug bzw. der Maschine anbauen kann. „Man spart also Installationskosten und muss weder Kabelbrüche noch fehlerhafte Steckverbindungen befürchten“, erklärt Wissing.

CAN-Wägemodul und Funk-Modul ersetzen konventionelle „Datenstrippen“

GSM-Anbindung und Flotten-Management

Schon vor knapp zwei Jahren haben Wissing und sein Verkaufsleiter Dirk Fuchtmann den Berichterstatter wissen lassen, „dass sich Pfreundt intensiver denn je um die Daten-Verarbeitung kümmern will“. Ihr Ziel: Die Wäge-Elektronik sollte nicht länger Insellösung sein, sondern in die betriebliche DV-Landschaft des Kunden eingebettet sein. Damals waren Software-Chef Stefan Busch und seine schlauen Köpfe intensiv damit beschäftigt, der modular aufgebauten und PC-gestützten „Pfreundt Office Software“ - gekürzelt P.O.S. - ein noch breiteres Einsatzspektrum zu erschließen. Sie haben bei ihren Bemühungen davon profitiert, dass zur Basis-Ausstattung von P.O.S. verschiedene Schnittstellen gehören, an denen der Kunde seine eigenen Programme andocken kann. „Kein Einsatzwunsch soll offen bleiben“, hatte Wissing damals die Anstrengungen seiner Software-Profis kommentiert. Dass dies kein Lippenbekenntnis war, beweisen die beiden neuen Software-Module P.O.S.Com und P.O.S.Fleet.
Mit dem GSM-Modul P.O.S.-Com lassen sich die Wägedaten von Maschinen, die an weit auseinanderliegenden Einsatzorten werkeln, in die Unternehmenszentrale übertragen, wo sie der Rechner für die Fakturierung, die Produktionsplanung und -steuerung, etc. verarbeitet. Bemerkenswert ist, dass die in der Wäge-Elektronik WK 50 (die das Herzstück aller mobilen Wägesysteme der Marke Pfreundt ist !!) gespeicherten Daten in frei wählbaren Zeitabständen selbsttätig über GSM-Frequenzen in die Zentrale flitzen, oder sich nach Bedarf abrufen lassen. „Mit diesem Modul kann man die relativ unbewegliche und damit zeit- und kostenaufwendige Formular-Bürokratie ganz erheblich ausdünnen“, betont Wissing. Dass dies keine wild abgeschossene Behauptung ist, belegen die Erfahrungen, die ein großer Baustoffbetrieb in Nordrhein-Westfalen mit P.O.S.-Com gesammelt hat: Seine Firmenlenker ließen in einem 150 x 70 km großen Gebiet die Waagen von 32 Schaufelladern über GSM-Funk und die 17 stationären Fahrzeug-Waagen in 26 Werken per ISDN-Leitungen mit der Zentrale vernetzen. Und die Datenberge, die sich auf diese Weise dort anhäufen, bilden die Basis für ein zentrales Warenwirtschafts- und Informationssystem, in das die Abrechnung mit den Kunden genauso integriert ist wie die Materialwirtschaft.

Mit der GSM-Datenübertragung lässt sich die zeitaufwendige Formular-Bürokratie ganz erheblich ausdünnen

Software mit niedriger Angstschwelle

Wissing und seine Softeware-Profis legen großen Wert auf die Feststellung, dass P.O.S.-Com „ein anwenderfreundliches System mit niedriger Angstschwelle“ ist. „Diese Software kann man im Großen und Ganzen ohne das Wälzen dicker Schwarten mit komplizierten Erklärungen kapieren“. Das gilt auch für P.O.S.-Fleet, ein Modul, das die Wägedaten mit einem Fuhrpark-Management verknüpfen kann. Wissing legt P.O.S.-Fleet vor allem kleineren und mittleren Container-Diensten als „optimales Steuerungsinstrument für den Disponenten“ ganz nah ans Herz, „weil es kostengünstig und einfach zu bedienen ist und immer eine große Daten-Transparenz garantiert. P.O.S.-Fleet sorgt dafür, dass der Unternehmer mit der vorhandenen Manpower und Fahrzeugflotte mehr leisten kann“.

Und so funktioniert P.O.S.-Fleet: Die Fahrzeuge werden mit Wäge-Elektronik (in diesem Fall einer Absetzkipper-Waage), GPS-Sender/Empfänger und dem GSM-Datenübertragungssystem ausgerüstet. Sobald ein Fahrzeug einen Container aufnimmt bzw. absetzt, wird der dazugehörige Auftrag identifiziert, ein Wägevorgang durchgeführt und der aktuelle Standort des Fahrzeugs ermittelt. Per Knopfdruck kann sich der Disponent diese Standorte und die aktuelle Position eines jeden Lkw auf einer Karte seines PC-Bildschirmes darstellen lassen. Er weiß also immer sehr genau, wann und wo Transportkapazitäten frei sind. Das heißt: Hoch aufgetürmte Auftragsstapel und die damit verbundenen kostenverschlingenden Ärgernisse fallen flach. Denn wenn ein neuer Auftrag eingeht, kann dieser sofort einem „freien“ Brummi zugeordnet werden. „Alle erforderlichen Angaben dazu spielen wir dem Fahrer auf ein gut lesbares Display“, erklärt Software-Chef Busch. „Er muss also weder ein Funkgerät noch ein Handy bedienen“.

Dies noch: Pfreundt liefert „ganz selten“ ein und dieselbe P.O.S.-Konfiguration aus, sondern muss meistens „kundenspezifische Modifikationen zusammenstellen“, sagt Software-Chef Busch. „Wir geben nie auf, auch dann nicht, wenn der Kunde einen ellenlangen Wunschzettel mit noch nie dagewesenen Vorstellungen auseinanderfaltet“. Unter dem Strich versteht sich die Pfreundt-Mannschaft schon lange nicht mehr als lupenreiner Hersteller, sondern als Engineering-Unternehmen, Problemlöser und Dienstleister. „Gerade beim Service legen wir unser immer mehr ins Zeug“, betont Geschäftsführer Wissing. „Wir weisen Erstanwender in unsere Systeme ein, führen Reparaturen durch und lassen ständig zwei Spezial-Lkw durch Deutschland touren, die Erst- und Nacheichungen unserer Wägesysteme durchführen“. (pes)

Das Gewicht des verladenen Materials kann genau abgelesen und auch ausgedruckt werden

Pfreundt GmbH & Co. KG
Ramsdorfer Straße 10
46354 Südlohn
Tel. 02862/ 9807-0
Fax 02862/ 9807-99

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Dirk Fuchtmann Tel. 02862/ 9807-21


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